Lehrlingsoffensive

Lehrlinge schreiben über Ihre Auslandsaufenthalte!
Lehrlinge, die bereits ein Auslandspraktikum absolviert haben, geben Ihre Erfahrungen und Eindrücke an Sie weiter. Lesen Sie die Zusammenfassungen der Berichte von:

- Martin, Elektrobetriebstechniker, Irland

- Michael, Produktionstechniker , England

- Evelyn, Technischer Zeichner, Dänemark

- Tanja, Bürokauffrau, England




 
  Martin, Elektrobetriebstechniker, Irland
 
Ort des Praktikums:Dublin
Dauer:Drei Wochen
Unternehmen:Amtec Engineering Ltd.
Tätigkeit:Arbeit auf der Baustelle
 

Martin wandert aus...
Von meinem Lehrmeister hatte ich erfahren, dass es in Dublin ein Praktikum in meinem spezifischen Bereich gäbe. Meine Firma hat mir schon im letzten Sommer ermöglicht, mit IFA 3 Wochen nach Italien zu gehen um dort Arbeitserfahrung zu sammeln. Da ich mich am Ende selbst in Italien irgendwie mit Händen und Füßen verständigen konnte, wusste ich, dass Dublin erst recht ein Volltreffer sein würde… Gesagt - getan! Nach erfolgreicher Bewerbung ging es dann im Oktober 2005 von Graz aus nach Dublin. Mein erster Eindruck war, dass einfach alle Menschen dort jung, offenherzig sind (ehrlich, ich habe dort keine Menschen gesehen, die älter als 40 warenJ) und gerne ins Pub gehen. In der ersten Woche haben wir viel von der Stadt gesehen (eine Begleitperson von IFA stand uns tatkräftig zur Seite!) und uns so richtig eingelebt. Dublin ist gerade richtig groß, um sich relativ schnell orientieren zu können, nicht den Überblick zu verlieren und dennoch jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Die restliche Zeit haben wir im Rahmen des Praktikums gearbeitet. Zu meinen Tätigkeiten in dem Gastunternehmen zählten Bohren, Gewindeschneiden, Schweißen sowie die Anfertigung diverser Regale. Die Arbeitsmoral ist in Irland viel gemütlicher und relaxter als bei uns. Es wird später angefangen, früher aufgehört und mehr Cafe Pausen eingelegt. Außerdem werden die Arbeiter wöchentlich bezahlt. Obwohl Dublin nicht gerade billig ist, plane ich jetzt schon meinen Irland Aufenthalt für nächsten Sommer. Wenn es nur irgendwie möglich ist, möchte ich unbedingt 1 Jahr dort arbeiten!

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  Michael, Produktionstechniker , England
 
Ort des Praktikums:London
Dauer:Drei Wochen
Unternehmen:Luminite
Tätigkeit:Löten, Zusammenbau von Platinen für Überwachungsgeräte, Programmierung von Mikroprozessoren

Erfahrungsbericht - Auslandspraktikum London
Im Rahmen meiner Ausbildung zum Produktionstechniker ermöglichte mir meine Firma in Zusammenarbeit mit der IFA (LEONARDO DA VINCI) ein dreiwöchiges Auslandspraktikum in London. Vom Flughafen Graz ging es mit einer Gruppe Auslandspraktikanten unter der Leitung einer Begleitperson ab nach London. Am Flughafen London Stansted angekommen, waren wir sehr motiviert und freuten uns auf drei interessante Wochen. Wir wurden von den Familien, bei denen wir die drei Wochen wohnen durften, abgeholt. Die erste Woche gingen wir in eine Schule um unsere Englischkenntnisse zu verbessern. Der Unterricht dauerte jeweils einen halben Tag. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Sightseeing. Wir schauten uns in Begleitung unserer Betreuerin London mit seinen Sehenswürdigkeiten an. Für mich sehr beeindruckend waren Big Ben, das Parlament und die Tower Bridge. Wir lernten auch typisch englische Pub´s kennen, in denen wir uns am Abend bei einem Getränk noch etwas unterhalten konnten. Ab der zweiten Wochen arbeitete ich in einer Firma die Überwachungssensoren produziert. Ich fuhr mit der Bahn, mit der U-Bahn und mit einem englischen Stockbus ca. eineinhalb Stunden in den Norden von London zur Arbeit. In der Firma wurde ich vom Chef freundlich begrüßt und nach einer kurzen Einführung den Mitarbeitern vorgestellt. Ich lernte dort das Löten und baute Platinen für Überwachungsgeräte zusammen, bei denen ich auch die Mikroprozessoren programmieren durfte. Meine Arbeitskollegen waren sehr hilfsbereit und humorvoll und auch mein Chef versuchte meine Arbeit so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Ich fühlte mich bei der Gastfamilie, die mir den Aufenthalt sehr angenehm gestaltete, aber auch in der Firma sehr wohl. Das Praktikum in London brachte mir eine Menge an Erfahrungen und neuen Kenntnissen. Es war auch eine super Möglichkeit mein Englisch zu verbessern und den britischen Arbeitsalltag kennen zu lernen.

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  Evelyn, Technischer Zeichner, Dänemark
 
Ort des Praktikums:Dänemark
Dauer:Drei Wochen
Unternehmen:Sauer-Danfoss A/S
Tätigkeit:Messungen von Maschinen- und Fahrzeugbauteilen


Mein Name ist Evelyn Oberneder und ich absolviere eine Lehre als Technischer Zeichner bei Leitz GmbH &Co. KG in Riedau in Oberösterreich. Meine Firma stellt Präzisionswerkzeug für die maschinelle Holz- und Kunststoffbearbeitung her. Letzten Herbst durfte ich 3 Wochen ein Auslandspraktikum in Dänemark absolvieren, von 08.November bis 29.November 2004. Meine Aufnahmefirma: Sauer-Danfoss A/S 5 km vor Nordburg auf einer Insel im Süden Dänemarks. Die Firma befindet sich auf einem Gewerbeareal zusammen mit Fa. Danfoss, die ~6000 Mitarbeiter an diesem Standort beschäftigt. Sauer-Danfoss selbst beschäftigt noch einmal 1800 Mitarbeiter. Das Erste beim Eingang: man bekommt eine Landkarte des Firmengeländes mit Hallenbezeichnungen und den Himmelsrichtungen. In den Konstruktionsabteilungen in Sauer-Danfoss werden leistungsfähige hydraulische und elektrohydraulische Komponenten für Maschinen- und Fahrzeugbau geplant. Mein Projekt in meiner Gastfirma war eine Kapabilitätsstudie: "Nichteinhalten von Toleranzangaben und deren Auswirkungen auf die Leistungsdaten der Hydraulikmotoren." Dazu wurden Messungen der Einzelteile nach jedem Arbeitsgang benötigt. Die Einzelteile wurden von mir auf Parallelität, Rechtwinkeligkeit, Ebenheit und Linienform vermessen. Mit vielen meiner Teammitglieder verständigte ich mich auf Englisch. In meiner Aufnahmeeinrichtung waren vor mit noch keine Praktikanten aus anderen Ländern. Wir (ich war gemeinsam mit 3 Lehrlings-Kollegen aus meiner Firma und 3 Tirolern) waren in einer Art Studentenwohnheim von EUC SYD in Sonderburg untergebracht. Es war mit 15-20 km zwar von meinem Arbeitsplatz weiter entfernt, doch war das sicher besser, als im näheren (und langweiligeren) Nordburg zu wohnen. Mit dem öffentlichen Bus kein Problem! Zimmer und Verpflegung (Frühstück und Abendessen) waren in Ordnung, besonders das Frühstücksbuffet war ausgezeichnet mit großer Auswahl. Während der Woche aß ich zu Mittag in meiner Firma in der Kantine, wirklich lecker, wurde mir von meiner Gastfirma bezahlt. Ein Auslandspraktikum ist sehr empfehlenswert, da man die Kultur und Menschen wirklich gut kennen lernt. Ich möchte mich nochmals bei jenen bedanken, die mir ein Praktikum in einem anderen Land ermöglicht haben.

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  Tanja, Bürokauffrau, England
 
Ort des Praktikums:London
Dauer:Drei Wochen
Unternehmen:Burlington School
Tätigkeit:Spiele für den Unterricht vorbereiten, laminieren von Arbeitsblättern, kopieren von Unterrichtsunterlagen und beschriften der Bibliotheksbücher

AUSLANDSPRAKTIKUM LONDON VOM 8. MAI - 29. MAI 2005
Mein Name ist Tanja Tallafuss, ich bin im 3. Lehrjahr als Bürokauffrau bei der Firma Leitz in Riedau/OÖ. Unsere Reise begann am 8. Mai 2005 am Flughafen Wien-Schwechat. Als wir dort ankamen, machten wir uns auf die Suche nach der Begleitperson Fr. Ursula Weichselbaumer und den anderen Lehrlingen aus ganz Österreich. Sie kamen aus Wien, Vorarlberg, Tirol und Oberösterreich. Insgesamt waren wir 8 Leute in der Gruppe. Ursula empfing uns gleich herzlich, sie gab jedem einzelnen das Flugticket und teilte uns mit wie das Ganze ablaufen wird. Nachdem Alles geklärt war, checkten wir ein und gingen anschließen durch den Terminal zum Flugzeug. Wir flogen mit Austrian Airlines, der Flug dauerte ca. 2 Stunden, für mich war es das erste Mal dass ich geflogen bin, aber es war gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Am Flughafen Heathrow in London holte uns dann der Busfahrer ab, wir fuhren zu einem Treffpunkt wo die einzelnen Gastfamilien auf uns warteten, aber es dauerte länger als geplant, nach ca. 2 ½ Stunden waren wir erst dort, weil der Fahrer nicht genau wusste wo wir hin müssen. Spätabends kamen wir dann an und wir wurden den einzelnen Gastfamilien zugeteilt. Meine Familie hieß Sergeant, es war ein älteres Ehepaar aber sehr zuvorkommend und nett. Wir fuhren mit ihrem Auto zum Haus, wo wir nun 3 Wochen wohnten. Es war ein sehr sauberes und schönes Haus, in meinem Zimmer war Alles blitzeblank und ein Fernseher war auch drinnen. Die erste Woche hatten wir jeden Tag Englisch Kurs von 9.30 - 13.00 Uhr, dort haben wir mit Anderen aus Frankreich, Tschechien und Deutschland Englisch gelernt. An den Nachmittagen schauten wir uns die Sehenswürdigkeiten von London an, z.B. Big Ben, Tower of London, St. Paul´s Cathedral, Madame Tussaud, London Eye und den Buckingham Palace. Die letzten 2 Wochen musste wir ein Praktikum machen, ich war in der "Burlington School". Ich war sehr nervös da ich nicht wusste was mich erwarten würde, aber als ich dort ankam empfingen mich die Lehrer sehr herzlich und erklärten mir gleich was ich machen muss, da war meine Aufregung gleich weg. Zu meinen Tätigkeiten zählten Spiele für den Unterricht vorbereiten, laminieren von Arbeitsblättern, kopieren von Unterrichtsunterlagen und beschriften der Bibliotheksbücher. Mein Arbeitstag fing um 9.30 Uhr an und endete um 15.30 Uhr. Nach ca. 7 Stationen mit der U-Bahn war ich wieder Zuhause und konnte meinen Gasteltern erzählen wie mein Tag so war. Das Abendessen gab es immer um 18.00 Uhr , das Essen war nicht so mein Fall, man musste sich erst dran gewöhnen aber mit der Zeit ging es, aber dass ist in einem anderen Land meistens so. An den Abenden gingen wir in ein traditionelles Pub in unserer Nähe, aber lange konnten wir nicht bleiben, weil um 23.00 Uhr wurde geläutet und dann musste man gehen und bekam keine Getränke mehr. Am Heimreisetag waren wir ein bisschen traurig als wir aufwachten weil wir wussten es war unsere letzte Nacht hier. Die Gastfamilie gab uns noch ein Gästebuch, wo wir reinschreiben konnten, wie es uns bei ihnen gefallen hat, das fanden wir eine schöne Idee. Die Familie fuhr uns noch zum Treffpunkt und verabschiedete uns noch und schon waren die aufregenden 3 Wochen in London vorbei. Ich würde immer wieder so ein Auslandspraktikum machen, wenn man schon die Chance dazu hat. Es war eine tolle Erfahrung eine andere Kultur kennen zu lernen.

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